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Trauer-Rosenkäfer Oxythyrea funesta(Poda, 1761)




Status

Der Trauer-Rosenkäfer war bis in die Mitte der 1990er Jahre nur selten in den Wärmegebieten Süddeutschlands zu finden. Seitdem hat sich die Art in Deutschland, wahrscheinlich begünstigt durch den Klimawandel, wieder stark ausgebreitet und ist heute in allen Landesteilen zu finden. In Hamburg gelangen die ersten Nachweise im Jahr 2012.


Aussehen

Der Trauer-Rosenkäfer ist glänzend schwarz gefärbt und besitzt sechs, in zwei Reihen angeordneten, weiße Flecken auf dem Halsschild sowie weitere unregelmäßig verteilte Flecken auf den Flügeldecken. Die Art weist kurz nach der Imaginalhäutung eine Behaarung auf, welche mit zunehmendem Alter verloren geht. Dabei erreicht die Art eine Größe von acht bis zwölf Millimetern.Der Trauer-Rosenkäfer ist glänzend schwarz gefärbt und besitzt sechs, in zwei Reihen angeordneten, weiße Flecken auf dem Halsschild sowie weitere unregelmäßig verteilte Flecken auf den Flügeldecken. Die Art weist kurz nach der Imaginalhäutung eine Behaarung auf, welche mit zunehmendem Alter verloren geht. Dabei erreicht die Art eine Größe von acht bis zwölf Millimetern.


Verbreitung

Der Trauer-Rosenkäfer gilt die Art als pontisch-mediterranes Faunenelement und ist über Europa bis nach Nordafrika und Kleinasien verbreitet. Ausgehend von den Urstromtälern der Donau, des Mains und Rheins ist die Art nach Mitteleuropa eingewandert und hat seit den 1990er Jahren sein Verbreitungsgebiet in den mitteleuropäischen Ländern rasant erweitert.


Lokale Verbreitung


Lebensweise

Der Trauer-Rosenkäfer besitzt einen einjährigen Entwicklungszyklus, deren Larven sich in acht bis zehn Wochen vor allem in substratreichem, organischem Material pflanzlicher Herkunft wie Kompost- oder Misthaufen entwickeln. Die adulten Käfer findet man auf Wiesen, an Waldrändern, in Trockenlebensräumen und in Gärten, wo sie sich von Blüten vor allem niedrigwüchsiger Pflanzen aus den Familien der Asteraceae, Apiaceae, Rosaceae, Brassicaceae und Fabaceae ernähren.


Bedeutung für das Ökosystem und für den Menschen

In Deutschland sind bislang keine negativen Auswirkungen der Art bekannt geworden. Dabei gilt die Art in Südeuropa durchaus als Schädling, da die adulten Käfer in größerer Anzahl Knospen, Blüten und Früchte schädigen können.


Ähnliche Arten

In Deutschland lässt sich der Trauer-Rosenkäfer eigentlich nur mit dem Zottigen Rosenkäfer (Tropinota hirta) verwechseln. Dieser ist aber viel stärker behaart und besitzt keine sechs Flecken auf dem Halsschild. Außerdem kommt der Zottige Rosenkäfer im Nordwesten Deutschlands nicht vor.


Publikationen

Hoffmann H, Boetzl FA, Medger G, Rolke D & Benisch C (2021): Beitrag zum Vorkommen und Ausbreitung des Trauer-Rosenkäfers Oxythyrea funesta (Poda, 1761) (Coleoptera, Scarabaeidae) in Deutschland: ein Citizen-Science-Projekt. Contributions to Entomology. 71 (1): 137 - 146