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Japankäfer Popillia japonicaNewman, 1838




Status

Die Art wurde schon zweimal in Deutschland gemeldet, allerdings ist nicht von einer derzeitigen Etablierung auszugehen. Der nördlichste Fund wurde nahe Paderborn gemacht und für Hamburg gibt es noch keine Nachweise.


Aussehen

Adulte Japankäfer werden bis zu 15 mm lang. Der Käfer hat schillernde kupferfarbene Flügeldecken und ein grünes Halsschild und Kopf. Auf dem Pygidium besitzt er zwei typische weiße Haarflecken und seitlich unter den Flügeldecken ragen weitere weiße Haarbüschel hervor.


Verbreitung

Der natürliche Lebensraum des Käfers ist Japan. Anfang des 20. Jahrhunderts wurde die Art in die Vereinigten Staaten eingeschleppt, wo sie sich seitdem fest etabliert und bis nach Kanada ausgebreitet hat. In den 1970er-Jahren wurde der Japankäfer auf die Azoren eingeschleppt, wo sie sich seitdem fest etabliert hat. Seit 2014 ist bekannt, dass der Käfer sich in Südeuropa ausbreitet, vor allem in Italien und der Schweiz. In Deutschland sind derzeit nur zwei Einzelfunde aus Nordrhein-Westfalen und Bayern bekannt.



Lebensweise

Der Japankäfer hat einen einjährigen Lebenszyklus in wärmeren Ländern. Die Eier werden in den Sommermonaten nahe der Erdoberfläche gelegt. Die Larven schlüpfen nach circa zwei Wochen und ernähren sich von den Wurzeln der Pflanzen in den oberen Bodenschichten. Die Larven überwintern im Boden. Im Folgejahr verpuppen sich die Larven in den oberen Bodenschichten und adulte Käfer schlüpfen im Mai bis Juni. Käfer ernähren sich bevorzugt von Pflanzen, die der direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt sind, wobei sie unabhängig von der Höhe an der Spitze beginnen und nach unten arbeiten. Sie ernähren sich von der Oberseite des Blattwerks der meisten Pflanzen, indem sie das Gewebe zwischen den Adern zerkauen und ein spitzenartiges Skelett hinterlassen.


Bedeutung für das Ökosystem und für den Menschen

Der Japankäferwurde als Schädling von über 250 Pflanzenarten festgestellt. Die adulten Tiere befallen sowohl Blätter, Blüten als auch Früchte von mehr als 250 Wirtspflanzen. Unter anderem schädigen sie: Ahorn, Wein, Pfirsich, Apfel, Aprikose, Kirsche, Pflaume, Rose, Mais, Spargel, Heidelbeeren, Himbeeren und Brombeeren. Schwerbeschädigte Blätter werden bald braun und fallen ab. Die Larven ernähren sich von den Wurzeln einer Vielzahl von Pflanzen, aber Rasen ist am stärksten befallen. Wenn es mehr als 90 Larven pro Quadratmeter gibt, erscheint der Schaden als Flecken mit abgestorbenem braunem Gras.


Ähnliche Arten

Aufgrund der Größe und Farbkombination ist der Käfer am einfachsten mit dem Gartenlaubkäfer (Phyllopertha horticola (Linnaeus, 1758)) und dem kleinen Julikäfer (Anomala dubia (Scopoli, 1763)) zu verwechseln. Allerdings kann man den Japankäfer bei genauerem Hinsehen durch das Vorhandensein weißer Haarbüschel von den einheimischen Arten abgrenzen.