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Gefleckter Schnegel Limacus maculatus(Kaleniczenko, 1851)




Status

In Deutschland konnte die Art erstmalig 2014 bei Bremen nachgewiesen werden (Kobialka & Siedenschnur, 2017). Der Erstnachweis für Hamburg gelang 2016 im Stadtteil Sülldorf (Eta & Hausdorf, 2019). Ein aktueller Fund vom April 2021 stammt aus Fuhlsbüttel.


Aussehen

Der Gefleckte Schnegel kann eine Länge von bis zu zehn Zentimetern erreichen. Er ist dunkel-grünlich gefärbt und seine Flecken sind unregelmäßig verteilt, können verschmelzen und erreichen den Sohlenrand. Der Körper wirkt breit und verschmälert sich erst kurz vor der Schwanzspitze.


Verbreitung

Die Art stammt ursprünglich aus der Schwarzmeer/Kaukasus-Region und wurde in viele europäische Länder wie Frankreich, Großbritannien und Irland verschleppt.


Lokale Verbreitung


Lebensweise

In seinen natürlichen Lebensräumen bewohnt der Gefleckte Schnegel schattige Standorte unter Steinen und Totholz in Laubwäldern. In den eingeschleppten Regionen besiedelt die Art aber auch anthropogen geprägte Lebensräume wie Gärten und Gehölzstrukturen. Der Gefleckte Schnegel ernährt sich von abgestorbenen Pflanzenteilen, Algen, Flechten und Pilzen.


Bedeutung für das Ökosystem und für den Menschen

Aufgrund der Lebens- und Ernährungsweise richtet die Art an Pflanzen keine Schäden an, wohingegen die Verwechslungsart, der Bierschnegel, als Vorratsschädling in Kellern auftreten kann.


Ähnliche Arten

Der Gefleckte Schnegel lässt sich vom sehr ähnlichen Bierschnegel (Limacus flavus) am sichersten anatomisch bzw. genetisch trennen. Äußerlich ist der Bierschnegel weniger dunkel und grünlich gefärbt und besitzt weniger Flecken, die auf den Körperseiten nicht nach unten reichen. Außerdem besitzt der Bierschnegel einen hellen Streifen, der bis zur Schwanzspitze reicht, beim Gefleckten Schnegel aber fehlt oder zumindest nicht die Schwanzspitze erreicht. Der Bierschnegel kommt nur im Siedlungsbereich in Gebäuden, Kellern und Gärten vor.


Publikationen

Eta, K., Hausdorf, B. (2019): Limacus maculatus (Kaleniczenko, 1851) in Hamburg (Gastropoda: Limacidae). Mitteilungen der Deutschen Malakozoologischen Gesellschaft. 102: 49 - 52

Kobialka, H., Siedenschnur, G. (2016): Limacus maculatus (Kaleniczenko, 1851) neu für Deutschland (Gastropoda: Limacidae). Mitteilungen der Deutschen Malakozoologischen Gesellschaft. 97: 15 - 20

Wiese, V. (2014): Die Landschnecken Deutschlands. Finden - erkennen - bestimmen. Wiebelsheim: Quelle & Meyer.